Mit einem Kommentar von Oliver Kühschelm
- https://www.ruralhistory.at/de/veranstaltungen/sonstige-veranstaltungen/veranstaltung-transformation-ohne-rechtsruck-was-regionalpolitik-bewirken-kann
- Veranstaltung: Transformation ohne Rechtsruck? Was Regionalpolitik bewirken kann
- 2026-11-05T19:00:00+01:00
- 2026-11-05T21:00:00+01:00
- Mit einem Kommentar von Oliver Kühschelm
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Was
Highlight aktuell Termin -
Wann
05.11.2026 von 19:00 bis 21:00 (Europe/Vienna / UTC100) -
Wo
Café Merkur, Florianigasse 18, 1080 Wien - Web Externe Webseite besuchen
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Transformation ohne Rechtsruck? Was Regionalpolitik bewirken kann
Das Forschungszentrum für die Geschichte von Transformationen (RECET) an der Universität Wien lädt am 5. November 2026 um 19:00 Uhr zu seinem regelmäßigen Transformativen Salon ein – diesmal zu Gast ist Daniel Posch (Bertelsmann Stiftung, Berlin). Kommentiert wird der Salon von Oliver Kühschelm (Institut für ländliche Geschichte, St. Pölten); die Moderation übernimmt eine noch bekannt zu gebende Person.
Transformation ist kein rein techno-ökonomisches Problem. Sie stellt vielmehr eine enorme politische Herausforderung dar, deren Bewältigung von der Bereitschaft der Bevölkerung, den Wandel mitzutragen, und vom gesellschaftlichen Zusammenhalt abhängt. Das gilt vor allem für die Dekarbonisierung. In Regionen mit hohem Anpassungsdruck und unsicherer wirtschaftlicher Zukunft kann diese Bereitschaft sinken. Dort gewinnen vor allem rechtspopulistische und rechtsextreme Kräfte mit dem Versprechen an Zustimmung, den Status quo zu bewahren. Doch weder ein Verschleppen des Umbaus hin zu einer klimafreundlichen Wirtschaft noch ein abrupter Strukturbruch sind förderlich für Wohlstand und Demokratie. Kann Regionalpolitik dieser Entwicklung entgegenwirken?
Daniel Posch, Ökonom bei der Bertelsmann Stiftung, hat sich mit dieser Frage näher auseinandergesetzt und in diesem Jahr gemeinsam mit drei weiteren Forschern eine Untersuchung zum Einfluss des regionalpolitischen Fördersystems in Deutschland auf politische Polarisierung vorgelegt. Mit besonderem Augenmerk auf emissionsintensive Industrien und Regionen erläutert er, warum es sich lohnt, bei der Gestaltung der Dekarbonisierung regionale Besonderheiten ernst zu nehmen, wie Transformationsdruck politische Polarisierung befeuern kann und welche regional- und industriepolitischen Schlüsse sich aus den Studienergebnissen ziehen lassen.
Einen Kommentar aus historischer Perspektive und mit Blick auf Österreich liefert Oliver Kühschelm vom Institut für Geschichte des ländlichen Raumes in St. Pölten.
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Daniel Posch ist Ökonom bei der Bertelsmann Stiftung in Berlin mit Schwerpunkt auf Industrie- und Innovationspolitik im Kontext der grünen Transformation. Seine Arbeiten wurden unter anderem von der OECD und dem Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung zitiert und flossen in Innovationsstrategien deutscher Bundesländer sowie in bundespolitische Initiativen ein. Zuvor war der gebürtige Burgenländer als Policy Advisor im öffentlichen Sektor tätig. Er studierte Volkswirtschaftslehre und Politische Ökonomie in Wien und London.
Oliver Kühschelm, Dr. PD, Co-Leiter des Instituts für Geschichte des ländlichen Raumes in St. Pölten, Wirtschafts- und Sozialhistoriker; Forschungsschwerpunkte: Konsum, Unternehmensgeschichte, nationalisierende Propaganda, Mobilität und Migration; aktuelle Forschungen: Alltag in einer Grenzregion (nördliches Waldviertel), Industrie im ländlichen Raum, österreichische Direktinvestitionen in Ostmitteleuropa seit 1989.
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Freier Eintritt! Keine Anmeldung erforderlich.