Sofie Mittas: Die österreichische Forstwirtschaft und Papierproduktion im Marshallplan

Rural History Forum 63

  • WasTermin
  • Wann07.10.2019 von 14:00 bis 15:30 (Europe/Vienna / UTC200)
  • WoSt. Pölten, NÖ Landesarchiv, Seminarraum (Erdgeschoß)
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Der Marshallplan war ein groß angelegtes Hilfsprogramm mit politischen und wirtschaftlichen Zielen, das von den USA zwischen 1948 und 1952 in 16 europäischen Ländern durchgeführt wurde. Über seine Investitionsprogramme hat der Marshallplan auch den ländlichen Raum verändert. Einerseits über die Finanzierung von Industrieprojekten, die eng mit dem ländlichen Raum vernetzt waren, und andererseits über die weniger bekannten Investitionsprogramme in die Forst- und Landwirtschaft.

Im Mittelpunkt dieses Vortrages steht die Forst-Papier Warenkette, entlang derer ich beide Aspekte dieser Interaktion anhand von Fallbeispielen zeigen möchte. Die Forstwirtschaft war Rohstofflieferant für viele wichtige Industrien. Im Rahmen des Marshallplanes wurde ein Investitionsprogramm entworfen, das in kurzer Zeit möglichst langfristige Produktionssteigerungen ermöglichen sollte. Auch die Zellstoff- und Papierindustrie war ein wichtiger Teil der österreichischen Wirtschaft. Durch ihren Rohstoff- und Energiebedarf, aber auch durch ihre Emissionen in Luft und Wasser, war sie eng mit ihrer, oft ländlichen, Umgebung verbunden. Die Investitionen und die damit einhergehenden Rationalisierungen und Erweiterungen der Kapazitäten haben die Interaktion mit der Umwelt an vielen Standorten intensiviert und verändert.

Sofie Mittas ist Universitätsassistentin am Institut für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Johannes Kepler Universität Linz.

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