Neu erschienen: Landwirtschaft und Ernährung im Nationalsozialismus

zeitgeschichte 45. Jg., Heft 3 (2018), herausgegeben von Ernst Langthaler und Ina Markova, u.a. mit Beiträgen von Ulrich Schwarz-Gräber, Georg Weissenböck und Ernst Langthaler

Die Themen Landwirtschaft und Ernährung im Nationalsozialismus erhalten in der Forschung in den letzten Jahren zu Recht mehr Aufmerksamkeit, vermögen sie doch zentrale Aspekte nationalsozialistischer Herrschaft und der Alltagspraxis der davon erfassten Bevölkerungsgruppen zu untersuchen. Die Beiträge dieses Heftes beleuchten die Ernährung als Mobilisierungs- und Repressionsinstrument des NS-Regimes, die NS-Ära als Schwellenzeit der Agrarmodernisierung, die landwirtschaftliche Pacht als Durchstaatlichung der Agrargesellschaft, die ökonomische und ideologische Rolle des Bergbauerntums sowie die agrarwissenschaftliche Forschung im Nationalsozialismus. Das vorliegende Themenheft wirft nicht nur neues Licht auf einen scheinbar altbekannten Gegenstand, sondern vermag auch Anregungen für weitere Forschungen zur Landwirtschaft und Ernährung im Nationalsozialismus zu liefern.

Inhalt

Editorial
Ernst Langthaler/Ina Markova

Nie wieder Kohlrüben! Nationalsozialistische Ernährungspolitik im Zeichen des Zweiten Weltkrieges
Gesine Gerhard

Völkischer Produktivismus. Nationalsozialismus und Agrarmodernisierung im Reichsgau Niederdonau 1938–1945
Ernst Langthaler

„Gläserne Bauern“. Prinzipal-Agent-Probleme nationalsozialistischer Agrarpolitik am Beispiel der Regulierung der landwirtschaftlichen Pacht
Ulrich Schwarz-Gräber

Vom „österreichischen Problem“ zum „nationalen Heiligtum“. Die österreichische Berglandwirtschaft in der NS-Zeit
Gerhard Siegl

„Blut und Boden“-Kultur? Agrarwissenschaftliche Dissertationen an der Wiener Hochschule für Bodenkultur 1938–1945
Georg Weissenböck

Zum gesamten Inhaltsverzeichnis und den Abstracts: https://www.vr-elibrary.de/toc/zsch/45/3

Informationen zur Zeitschrift auf der Verlagswebsite: https://www.vandenhoeck-ruprecht-verlage.com