Anna Schulte: „Dass wir nach bestem Wissen und Gewissen eine gute Hausmutter gewesen“

Rural History Forum 54

  • Was Schulte
  • Wann 04.06.2018 von 14:00 bis 15:30 (Europe/Vienna / UTC200)
  • Wo St. Pölten, NÖ Landesarchiv, Seminarraum (Erdgeschoß)
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„Dass wir nach bestem Wissen und Gewissen eine gute Hausmutter gewesen“. Kapitalismus und vergeschlechtlichte Arbeitsteilung in Wien um 1900

Auch im Jahr 2018 leisten vornehmlich Frauen unbezahlte Haus-, Reproduktions- und Care-Arbeit – meist zusätzlich zu einer bezahlten, marktvermittelten (Teilzeit-)Lohnarbeit. Im Vortrag gehe ich der historischen Entwicklung dieses Phänomens nach und möchte zeigen, wie ich in meiner Bachelorarbeit versucht habe, die diskursive Herstellung von Geschlecht und Arbeitsteilung um 1900 nachzuzeichnen. Wie wurde die Rollenzuweisung „Hausfrau“ und ihr zugehöriges Aufgaben- und Tätigkeitsfeld diskutiert und im Bürgertum verbreitet? Meine Quellen bildeten Zeitschriftenartikel aus der „Wiener Hausfrauenzeitung“. Anhand des Sprechens über „typische“ Hausfrauenarbeiten wie die Haushaltsbuchführung möchte ich darlegen, wie Geschlechternormen sich in die Körper von Subjekten einschrieben und die vergeschlechtlichte Arbeitsteilung erzeugten. Interessant ist dabei auch die Rolle der bürgerlichen Aktivistinnen der ersten Frauenbewegung, die durch die Professionalisierung der Hausarbeit einen Weg aus der Ungleichstellung der Geschlechter sahen.

 

 

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